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Aggression: Aggression ist die Kraft, die nach vorne geht, um dort etwas zu bewirken (Latein: aggredi = darauf zu gehen). In seiner Alltagsbedeutung ist der Begriff negativ gefärbt - meist im Sinne von "Gereiztheit" oder sogar "Feindseligkeit". Durch diese Gleichsetzung von Aggression mit Gewalt wird das Erleben von zielgerichteter Kraft zwiespältig. Nach vorne zu gehen löst leicht Schuldgefühle aus und wird dadurch zu schnell gehemmt. Wie wäre es, Angst und Schuld in Lust und Verantwortung zu wandeln...?
Das Seminar kann auch als berufliche
Fortbildung bescheinigt werden.
Heide Gerdts zur Perspektive der Frauen:
"Statt nach vorne zu gehen, neigen Frauen oft dazu, Zorn, Ärger nicht deutlich wahrzunehmen und Wut gegen sich selbst zu richten, sich kleiner zu machen, als sie sind, sich selbst zu verletzen oder krank zu werden. Viele schreiben Aggressionen mehr den Männern zu und erleben sich mit dieser Kraft unweiblich. Das eigene aggressive Potential besser kennenzulernen und in Besitz zu nehmen, schafft Frauen Möglichkeiten, ihre Gefühle des Ohne-Macht-Seins punktuell zu verändern, ein selbstbestimmteres Leben zu führen und sich im Setzen und Öffnen von Grenzen zu üben."
Thomas Scheskat zur Perspektive der Männer:
"Wir Männer erleben uns meist gar nicht als die zielstrebigen, aggressionsfähigen Männer, die wir vielleicht gerne wären. Frauen erscheinen uns oft sogar als aggressiver und mächtiger. Wenn wir das nicht mit dem Anspruch an unsere männliche Souveränität vereinbaren können, geraten wir in eine Sackgasse. Entweder verstecken wir unsere Ohnmachtsgefühle hinter falscher Rücksicht, bzw. flüchten uns in wortlose Sturheit- oder wir schlagen blind zu, um uns keine Blöße zu geben. Statt dessen sollten wir Männer unsere offensive Kraft, die wir tatsächlich haben, erfahren, wertschätzen und verantworten- um sie dann fruchtbar einzusetzen."
In diesem Seminar geht es um:
- das Erleben der eigenen aggressiven Energie
- Die Unterscheidung zwischen aggressiver Kraft und gewaltsamer
Zerstörung
- Erfahrungen mit aggressiver Energie im zwischenmenschlichen
Kontakt und die
- Entdeckung des fruchtbaren Wertes für Beziehungen
- das Erleben von Gemeinsamkeiten und Unterschieden bzgl. Aggressionen
bei
- Männern und Frauen - ein Ermessen für die Umsetztbarkeit
im eigenen Leben oder Arbeitszusammenhang
Zum Einsatz kommen Übungen zu:
Körpererfahrung, Körperausdruck, Entspannung, Berührung, Halt, Konfrontation und Begegnung. Es wird viel Austausch in Paaren und Gruppe(n) geben. Dabei wird auch Raum dafür sein, angeregten Gefühlen, Assoziationen und Erinnerungen Ausdruck zu geben und sie in Form kleiner "Experimente" weiterzuerforschen. Der vitale Pol der Aggression wird im Verlauf des Seminars auch immer wieder durch Phasen der Entspannung und Hingabe ergänzt werden. Das Seminar kann auch als berufliche Fortbildung angesehen und entsprechend bescheinigt werden.
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